Aktuelle Kulturnews präsentiert von Albert E. GrünbeckWAZ: Kachelmann ist zu Recht frei. Kommentar von Frank PreußKachelmann ist zu Recht frei. Angesichts einer schil-lernden Sachlage, mit Aussagen und Gutachten, die auch für seine Unschuld sprechen, wäre es unverantwortbar gewesen, ihn festzuhalten. Aussage steht gegen Aussage, und an der Glaubwürdigkeit der Frau, die ihn der schweren Vergewaltigung bezichtigt, bestehen laut Gericht Zweifel. Die Mannheimer Staatsanwälte müssen sich fragen lassen, mit welcher Berechtigung sie Kachelmann über vier Monate festhielten. Gilt die Unschuldsvermutung nicht mehr? Sollte Kachelmann freigesprochen werden, wäre er juristisch rehabilitiert. Doch andere Fälle zeigen, dass sich auch bei einer Reinigung die Vorwurfsflecken kaum entfernen lassen. Es bleibt im-mer etwas haften. Den Anteil der Medien, die sich in den Tagen nach der Verhaftung mit küchenpsychologischen Interpretationen überboten, kann man nicht unterschätzen. Fragezeichen ersetzten Fakten. Selbst Kachelmanns Mimik schien plötzlich geeignet, ihn als Schurken dastehen zu lassen, Freundlichkeit wurde zum Täuschungsmanöver umgedeutet. Ob der Mann verurteilt wird oder nicht: Ein Journalismus der Verdächtigungen hat ihn vermutlich schon jetzt erledigt. Originaltext: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/55903 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_55903.rss2 Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-6528 zentralredaktion@waz.de « zurück |
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