Aktuelle Kulturnews präsentiert von Albert E. GrünbeckBerliner Humboldtforum mit Schlossfassade vorläufig abgesagt - was nun? Die Akteure äußern sich art gegenüber optimistisch bis zornigFür den Geschäftsführer der Baukammer Berlin, Peter Traichel, hat die Regierung vor allem ihr Wort gebrochen und das derzeit größte Antikonjunkturprogramm für die Bauwirtschaft verabschiedet: "Von Einsparmaßnahmen kann schon wegen der drohenden Schadensersatzforderungen nicht die Rede sein. Der unverantwortliche Beschluss der Bundesregierung, auf ein Symbol von überragender nationaler und internationaler Bedeutung zu verzichten, steht auch für den Stopp öffentlicher Investitionsvorhaben im Bauwesen." Zuversichtlichere Töne von Manfred Rettig, Vorstand Stiftung Berliner Schloss - Humboldtforum: "Politisch war dieses Bauprojekt mit der Fertigstellung 2014 ursprünglich völlig unrealistisch eingetaktet. Wir bekommen jetzt die Ruhe und Solidarität in die Planungsphase, die man für ein solches Großprojekt braucht. Trotzdem muss im Zusammenhang mit dem Bau der U-Bahnlinie 5 die Zeit im Auge behalten werden." Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, äußerte art gegenüber, dass ein Problem des Vorhabens in der Außenwahrnehmung liege: "Noch immer wird das Humboldtforum vor allem als Bauprojekt, und nicht als das derzeit bedeutendste kulturpolitische Projekt des Landes gesehen." Die Aussicht des Baubeginns 2014 trage auch mit sich, dass Investitionen an den falschen Orten geleistet werden müssen. Zum Bauerhalt des maroden Dahlemer Museums beispielsweise, welches seit Ende der neunziger Jahre den Umzug in das Humboldtforum plant. "Die Grundsteinlegung muss auf 2013 vorgezogen werden, das wäre jetzt ein ganz wichtiges Zeichen." Originaltext: Gruner+Jahr, art Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/7370 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_7370.rss2 Pressekontakt: Maike Pelikan art Marktkommunikation 20444 Hamburg Telefon +49 (0) 40 / 37 03 - 21 57 Telefax +49 (0) 40 / 37 03 - 56 83 E-Mail presse@art-magazin.de Internet www.art-magazin.de « zurück |
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