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Aktuelle Kulturnews präsentiert von Albert E. Grünbeck
Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Urteil gegen zwei Moskauer Kuratoren Bielefeld (ots) - 2002 war die Aufregung groß. Da zeigte Bjarne Melgaard sadomasochistische Bilder im Herforder Museum MARTa, und als sich schließlich sogar die Staatsanwaltschaft aufregte, sprach der MARTa-Chef Jan Hoet von Zensur. Wenn von Zwangsmaßnahmen in Russland die Rede ist, heißt es: Ja, Russland, daraus wird nie ein moderner Staat, schon unter den Zaren hat's doch nur mit der Knute funktioniert, Stalin verließ sich auf den Terror, und die jetzigen Potentaten halten sich eben auch nur mit Gewalt oben. Gewiss. Der Bürger ruft aber auch bei uns, im freien Westen, gerne nach der Staatsgewalt, wenn er findet, da trample jemand auf seinen Gefühlen herum. Die moderne Kunst eignet sich gut zum Prügelknaben. Manchmal, wie damals in Herford, ist sie geschmacklos. In Moskau war sie selten witzig. Es hat aber auch in Russland Zeiten gegeben, da durfte Modernes gezeigt werden. Tauwetter. Jetzt ist wieder Eiszeit. Bei uns hingegen wird kein Künstler mit Haft bedroht. Das ist der Unterschied, und das ist gut so, aber andererseits reicht das auch bei uns kaum für einen Toleranz-Orden.
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Pressekontakt: Westfalen-Blatt Nachrichtenleiter Andreas Kolesch Telefon: 0521 - 585261
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